PSP Go – ein „no go“ ?
September 29th, 2009
admin
Ab dem ersten Oktober startet Sony den Verkauf seiner neuen PSP Go. Was kann sie besser als die Original PSP, was kann sie nicht und warum wird sie von Händlern boykottiert?
Ob das neue Modell besser oder schlechter ist, kann man eigentlich garnicht sagen. Auf jeden Fall ist es anders als der Vorgänger. Die Go ist kleiner. Zum einen wurde das Display von 4,3 auf 3,78 Zoll verkleinert. Zum anderen befinden sich die Steuerelemente nicht mehr an den Seiten, sondern unter dem Display, welches man wie bei einem Slider-Handy nach oben schieben kann. Ansonsten ist das Gerät solide verarbeitet. Die übrige Technik ist bei beiden Geräten relativ gleich. Mit einer großen Ausnahme.
Sony hat beim neuen Modell auf ein UMD Laufwerk verzichtet und stattdessen einen 16GByte großen Speicher eingebaut. Künftig können Gamer ihre Spiele und sonstige Software nur noch Online erwerben. Gerade hier scheiden sich die Geister und machen die PSP Go eventuell zu einem „no go“. Einige Händler boykottieren das Gerät sogar, weil sie für eine Konsole ohne DVDs, UMDs, Speicherkarten oder Module letztenendlich keine Spiele mehr verkaufen können. Wenn die Spiele in Zukunft nur noch online vom Hersteller oder aus einem App-Store stammen, schaufeln sich diejenigen Spielehändler, die die PSP Go anbieten geradezu ihr eigenes Grab. Auch bei Spielern ist das Prinzip nicht unumstritten.
Viele PSP Besitzer, die zur PSP Go wechseln wollen, stört es, dass sie die bereits gekauften Spiele nicht mit der neuen Konsole verwenden können. Auf der anderen Seite geht mit einer Downloadzeit von ca 1,5 Stunden für eine 1GByte große Demo die Spontanität eines „to go“ Prinzips verloren. In Zukunft will Sony auch eine Reihe kleinerer Spiele anbieten um hier Abhilfe zu schaffen.
Es ist recht wahrscheinlich, dass der Onlinevertrieb von Spielen in Zukunft zum Standard wird. Es bleibt jedoch abzuwarten ob Sonys Prinzip bereits ausgereift genug ist.
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